6 Underground

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6 Underground (2019)

16 127 min - Action, Thriller - 13 Dezember 2019
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Storyline

Sechs Personen bilden nach dem Vortäuschen ihres Todes eine Selbstjustiztruppe, um berüchtigte Kriminelle zu Fall zu bringen. Alle wurden von ihrem Leiter "One" für ihre einzigartigen Fähigkeiten und den Wunsch, ihre Vergangenheit zu überwinden und die Zukunft zu verändern, für das Team ausgewählt.


Collections: Michael Bay

Genres: Action, Thriller

Detail

Country:   Vereinigte Staaten
Language:  Englisch
Release Date:  13 Dezember 2019

Box Office

Budget:  $150.000.000

Company Credits

Production Companies:  Skydance Media, Bay Films

Technical Specs

Runtime:  2 h 07 min

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Die Storyline:

Ein unbekannter Multi Milliardär und Philanthrop (Ryan Reynolds) schart eine Gruppe von Spezialisten um sich, um die Welt zu retten. Um möglichst unerkannt zu bleiben, inszeniert dieser seinen eigenen Tod und gründet mit seinem, ebenfalls offiziell für tot erklären Team die Spezialeinheit der „Ghosts“. Nachdem ihre erste Mission gewaltig schiefläuft, nehmen sie einen Diktator ins Visier.

Kinokritiker.com - Kritik:


Wo Michael Bay drauf steht, steckt Bombast-Inszenierung drin. Kleckern, nicht klotzen ist angesagt Und so sieht man dem Film auch von vorne bis hinten das Budget von rund 150 Millionen US-Dollar an. Der Hauptdarsteller Ryan Reynolds, welcher einmal mehr seine seit Deadpool weltbekannte Schnodderschnute zum Besten geben kann, dürfte dabei ein gutes Häppchen abbekommen haben. So legt er sich auch gleich richtig ins Zeug, den toten und dennoch quicklebendigen „Eins“ zu geben. Namen sind im Team der „Ghosts“ Schall und Rauch, denn man soll sich nur an ihre Taten erinnern. Die sind leider alles andere als unauffällig inszeniert. Aber mit Filmlogik muss man Michael Bay ja erst gar nicht kommen. Ganz gleich, wo die „Ghosts“ auftreten, es geht laut, brachial und sehr, sehr protzig zur Sache.
Das Publikum will beeindruckt werden. Was Michael Bay richtig gut kann, sind aufregend in Szene gesetzte Verfolgungsjagden, bei denen möglichst viel zu Bruch geht. Und so glänzt „6 Underground“ auch mit einer langen Anfangssequenz, die in Rom gedreht wurde. Während dieser Sequenz zeigt der Film auch gleich, warum er sein R-Rating erhalten hat. Allerdings zieht der Film dieses Rating nicht konsequent durch und so wirken spätere Feuergefechte stark aufgesetzt und recht, nun ja, blutleer. Nur, um sich zum Ende des Films wieder daran zu erinnern, dass das Publikum doch ein erwachsenes ist. Fliegende Zähne inklusive. Was das Ende des Films angeht, so bekommt man auch hier genau das, was man erwartet. Echte Überraschungen kommen nicht vor. Der anfangs für den Hauptdarsteller erdachte Plot des genialen Erfinders wird noch einmal mühsam in die Handlung eingebaut.
Ryan Reynolds muss aufpassen, dass er nicht für den Typus schnoddriger, pseudo-cooler Held von Hollywood verbraucht wird. Erste Abnutzungserscheinungen sind bereits spürbar. Die übrigen Rollen entsprechen voll und ganz dem Hollywood-Klischee des Action-Genres. Wobei es diesem „Team“ mit Bravour gelingt, keinerlei Chemie untereinander aufkommen zu lassen. Von Charme ganz zu schweigen. Spoiler Alert: Den sympathischsten Charakter (Nicht Reynolds) killt Bay gleich zu Beginn des Films und ersetzt ihn durch einen 08/15 Parcour-Läufer. Weil Parcour in einem Film immer noch dynamisch rüber kommt. Auch, wenn dieser so belanglos in Szene gesetzt wird wie hier. Überhaupt wächst mir keiner der Protagonisten auch nur ansatzweise ans Herz. Jeder dieser „Spezialisten“ fühlt sich austauschbar an und der Film selbst macht das an einer Stelle auch sehr deutlich. Teamplay kennt nur der Ex-Soldat in der Truppe. „Six“, gespielt von Corey Hawkins.

Fazit:

Ist „6 Underground“ unterhaltend? Ja, auf jeden Fall. Vor allem, wenn man keinen Anspruch an den Film stellt und weiß, was man mit Michael Bay bekommt. Es kracht am laufenden Band und der Film ist sehr aufwändig inszeniert. Leider verliert der Film genau da an Geschwindigkeit, wo es um die einzelnen Charaktere der „Ghosts“ geht und der Film das „warum“ und „wer“ erklären muss. Bay ist kein guter Geschichtenerzähler und mit Charakteren und vor allem mit Charakterentwicklung hat er wenig am Hut. Letzteres findet im Film fast überhaupt nicht statt. Die Rollen bleiben Abziehbilder, Klischees. Das einzig interessante ist, dass der Film sich mit Pathos etwas zurück hält und sogar versucht, eine Art Rebellen-Image zu pflegen. Die „Ghosts“ bewegen sich außerhalb des Systems. Überzeugend ist das allerdings zu keiner Zeit. Richtig albern wird es, als ein Hochhaus infiltriert werden soll und der Staatsapparat als komplette Trottel dargestellt werden. Dafür fährt man aber auch mit einem Ferrari vor. Typisch Bay eben.

Wer also genau diese Form von Popcorn-Unterhaltung braucht, der ist bei „6 Underground“ sehr gut aufgehoben. An die Klasse seiner eigenen Arbeit „The Rock“ kommt der Film nicht einmal ansatzweise heran.

(AMH)

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